Windenergieforschung und - Erzeugung

im Kaiser - Wilhelm - Koog

 
Die Windenergieerzeugung begann im Kaiser-Wilhelm-Koog bereits im Jahre 1919. Damals betrieben einige landwirtschaftliche Betriebe kleine Windturbinen, um den Eigenbedarf an Strom zu erzeugen.
 
Als in den 70er Jahren der Widerstand gegen die Atomenergie wuchs, entstanden Ideen zur regenerativen Energiegewinnung. Da der Kaiser-Wilhelm-Koog eine der windreichsten Gemeinden an der Nordseeküste ist, wurde sie zum Standort für ein Windenergieanlagen-Forschungsobjekt vom Bundesministerium für Forschung und Technologie ausgewählt.
 
Nach einer einjährigen Bauzeit wurde 1983 die damals größte Windenergieanlage der Welt (Growian) für Forschungszwecke in Betrieb genommen. Der Growian und somit auch unser Kaiser-Wilhelm-Koog wurde zum Schauplatz für Besucher aus aller Welt. Der Growian wurde nach Beendigung der Erprobungszeit 1989 wieder abgebaut, da die Versuchsanlage technische Probleme hatte.
 
Das Forschungsprojekt brachte aber grundlegende Erkenntnisse, die für die Weiterentwicklung von Windenergieanlagen von Bedeutung waren. Der Kaiser-Wilhelm-Koog entwickelte sich zum Schauplatz deutscher Windenergieforschung.
 
Im Frühjahr 1995 wurde der Bürgerwindpark von 54 Gesellschaftern aus der Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog gegründet. Lesen Sie die weitere Entwicklung dieses Projektes bis heute in einigen Stichpunkten:
  • 23.10.1996 Inbetriebnahme von 3 Windkraftanlagen E40 (500KW)
  • Jahresleistung von ca. 1.400.000 KW pro Windkraftanlage
  • 2005 Gründung des Bürgerwindpark II
  • und Bau einer Windkraftanlage E58 (1000 KW / Jahresleistung ca. 3.200.000 KW)
  • Dezember 2005 Bau einer Windkraftanlage E40/44 (600 KW / Jahresleistung ca. 1.500.000 KW)
  • 2008 Gründung des Bürgerwindpark III
  • 2009 Neubau von 4 Windkraftanlagen E70 mit einer Leistung von je 2,3 MW sowie
  • Rückbau von 3 Windkraftanlagen E40, einer Micon und einer E40/44
  • Inbetriebnahme der 4 Windkraftanlagen E70 ca. Dezember 2009